Reformschule spielt Faust nach Marlowe
von Steve Kuberczyk-Stein

KASSEL. Ein paar Tropfen Blut aus dem Unterarm geritzt, eine Unterschrift – fertig ist der Pakt, den Faustus erst bejubelt, später aber schwer bereut: „Oh endlos sind die Qualen der Verdammnis.“ Mit dem Teufel macht man besser keine Geschäfte.
Die Theater-AG der Reformschule und Mitglieder der Ballett-und-Co-Company (Choreographie: Bianca Mehning) spielten am Freitag vor 70 Besuchern im Dock 4 „ Die tragische Geschichte von Leben und Tod des Doktor Faustus. Englisch-Lehrer Peter Will hatte das Original ins Deutsche übersetzt und führte Regie. Die Vorlage zur Tragödie stammt vom Shakespeare-Zeitgenossen Christopher Marlowe und gilt, gut 200 Jahre vor Goethe, als die älteste Bearbeitung des Faust-Stoffes.
Der Inhalt indes ist im Kern identisch. Durch den Pakt mit dem Teufel werden dem des Lebens überdrüssigen Doktor der Wissenschaften 24 Jahre bewilligt, in denen er „tun und wünschen kann, was immer er will“. Doch der Preis ist seine Seele.
Die Inszenierung überzeugte. Die Rollen waren mehrfach besetzt (drei Faustfiguren), die Atmosphäre war stimmig, die Leistungen der Schüler großartig, bemerkenswert textsicher – ein Sonderlob bei dieser Textfülle – und mit viel Einfühlungsvermögen gesprochen.

Für starke Bilder sorgten die Tänzerinnen, die ihre Kunst vor Videobildern zeigten, auf denen hohe Flammen züngelten.

Die Essenz der Tragödie wurde stimmungsvoll in Szene gesetzt, ließ aber auch Raum für kleine humorvolle Regieeinfälle: Eine der Todsünden, die Völlerei, wurde mit Chipstüte dargestellt. Schmunzeln auch, weil alle Todsünden von Lehrern gespielt wurden.
Lang anhaltender Beifall.

HNA vom 1. Juni 2015 (Kultur Kreis Kassel), Fotos: Stefan Beckmann, Plakat: Sebastian Höcker

 

 

Die Mitwirkenden
  

Chor/Erzähler

Franziska Florens, Lucas Nohner, Amelie Peitz, Junis Fenske, Maris Willmann, Johanna Fey

Faust 1

Ines Hambrock

Faust 2

Lukas Schupp

Faust 3

Lara Bialecki

Wagner, Diener Fausts

Franziska Florens

Valdes

Junis Fenske

Cornelius

Maris Willmann

Studentinnen

Johanna Fey, Amelie Peitz, Franziska Florens

Dummling

Junis Fenske

Ralph

Johanna Fey

Mephistopheles

Amelie Peitz, Lucas Nohner

Luzifer

Johanna Fey, Amelie Peitz

Die Tänzerinnen

Rita Engelns, Johanna Fey, Bianka Mehning

Beelzebub

Maris Willmann, Amelie Peitz

Model

Rita Engelns

Die sieben Todsünden

Claudia Ross-Sakic (Stolz), Rainer Naefe (Neid), Robert Brettschneider/Viola Gramß-Wildanger (Neid), Peter Will (Zorn), Berit von Carlowitz (Völlerei), Ellen Schirmer (Trägheit), Bianka Mehning (Wollust) 

Papst

Johanna Fey

Kardinal

Maris Willmann

Die Mönche

Amelie Peitz, Lara Bialecki, Franziska Florens

Kaiser Karl V.

Amelie Peitz

Ritter

Maris Willmann

Pferdehändler

Junis Fenske

Herzog von Anhalt

Jaro Habiger

Herzogin von Anhalt

Lara Bialecki

Der alte Mann

Maris Willmann

 Licht- und Musiktechnik

Jaro Habiger, Erik von Pein, Emil Fahlbusch, Ramón Ewald 

Choreographie

Bianka Mehning

Regie

Peter Will

 
 
 

 

 

 

Die Ausstellung der Halbjahresarbeiten der Stufe IV fand am Donnerstag, dem 23.04. und Freitag, dem 24.04. 2015 statt

Am 23.04. konnten Schüler, Lehrerinnen und Interessierte bereits ab 13 Uhr die Ausstellung besichtigen. Die feierliche Eröffnung fand um 18 Uhr statt. Die Arbeiten standen dann bis 20 Uhr zur Besichtigung offen.

Am 24. 04. war die Ausstellung von 8-12 Uhr geöffnet. Viele Gruppen aus allen Stufen drängten sich in der Cafeteria und lauschten gebannt den Ausführungen der Stufe-IV-Schüler, die sich bereit erklärt hatten, eine Führung zu geben. Erstaunlich viele ehemalige Schülerinnen und Schüler wurden gesichtet.

Mittags wurde abgebaut und die Arbeiten wurden wieder mit nach Hause genommen.

 

Am Dienstag, den 27. Januar 2015 ist die NAWI-AG ins Chemikum nach Marburg gefahren. Die Mitglieder trafen sich morgens am Bahnhof Wilhelmshöhe und fuhren dann mit dem Zug zum Chemikum, wo sie von 11:00 bis 13:00 Uhr unter der Aufsicht von Mitarbeitern des Chemikums viele schöne Experimente durchführen konnten (z.B. mit Trockeneis oder Silbernitrat). Es war sehr informativ für die Mitglieder; weil es viele Versuche gab, die man so in der Schule nicht hätte durchführen können.

Nach einem gemeinsamen Picknick war die NAWi-AG um 15.30 Uhr wieder in Kassel. Es war ein schönes Erlebnis für alle Beteiligten.

 

Die Monatsfeiern beginnen um 11 Uhr bis ca 11:45 Uhr. Anschließend ist  Aufräumen und Erzählkreis in den Gruppen.

 

Unterkategorien