M i t e i n a n d e r

 

Wie geht das?

Lange haben wir uns nicht mehr zum Austausch getroffen !

Zu einem offenen Gesprächskreis für SchülerInnen,

Eltern und LehrerInnen

laden wir wieder herzlich ein

Ort: Caféteria Reformschule

Datum: 19.12.2017

Zeit: 19.30 – 21.00 Uhr

 

Die Schulleitung der Reformschule

Ausschlafen auch unter der Woche – das wünscht sich fast jeder Schüler. Doch für die meisten heißt es von Montag bis Freitag: Früh aufstehen - sehr früh. Bekanntermaßen klingelt bei vielen der Wecker morgens schon um 6 Uhr, besonders bei denen, die einen weiteren Anreiseweg haben. Möglicherweise doch noch mal 5 Minuten die Schlummer-Taste drücken? Fehlanzeige. Schließlich müssen sie eventuell den Bus oder die Straßenbahn erwischen. Und zu spät kommen kommt bei den Lehrern gar nicht gut an. Also müssen sich die Schüler eben aus dem Bett quälen - an fünf Tagen in der Woche.

 

Regelmäßig belegen internationale Studien, dass das eigentlich nicht zielführend ist. Denn vor allem für Jugendliche in der Pubertät ist es morgens um 6 Uhr noch mitten in der Nacht - wenigstens nach deren Biorhythmus. Im Jahr 2015 legte der Chronobiologe Thomas Kantermann von der Universität von Groningen eine Studie zum Thema im "Journal of Biological Rhythms" vor. Über 700 niederländische Schüler nahmen teil - das Ergebnis: Nicht einmal der vergleichsweise moderate Schulbeginn in den Niederlanden um 8.15 Uhr passt zur inneren Uhr der Schüler. Denn im Durchschnitt schliefen diese im Rahmen der Studie überwiegend bis 9 Uhr. Auch aktuellere Forschungen belegen diese Ergebnisse: Christoph Randler, Professor für Biologie-Didaktik an der Universität Tübingen, geht davon aus, dass ein zu früher Schulbeginn mehr als die Hälfte der Schüler massiv benachteiligt - mit Auswirkungen auf ihre Leistung, ihre späteren Berufschancen und sogar ihre Gesundheit.

 

Eine Lösung für den Umgang mit diesem Problem hat die Reformschule Kassel für sich gefunden. Diese Lösung wird im laufenden Schuljahr erprobt und evaluiert. Dort heißen die Zauberworte "offener Anfang". Schulleiterin Elke Hilliger erklärt: "Wir haben für die Stufe III (Jahrgänge 6-8) zwischen 7.45 Uhr und 8.35 Uhr einen Zeitraum geschaffen, in dem die Schüler in der Schule ankommen können." Heißt: Ab 7.45 Uhr ist die Schule geöffnet, der Unterricht beginnt aber erst um 8.35 Uhr. "Spätestens dann müssen alle Schüler auch da sein", sagt Hilliger. Sie findet: "Wenn man sich die Studien anschaut, stellt man schnell fest, dass es nicht richtig ist, morgens früher anzufangen." Der Offene Anfang ermöglicht im Verbindung mit dem traditionellen FRÜBEN-Konzept der Lehrperson, sich einzelnen Kindern zuzuwenden und bestimmte Lerninhalte noch einmal aufzugreifen. Sei es um individuelle Schwierigkeiten zu klären oder um den Kindern zusätzliche Angebote zu machen.

 

Abb.1: Offene Anfang an der Reformschule aus Schülerperspektive (Quelle: Ricky Cramer)

Das bestätigen auch die Kinder und Jugendlichen selbst, z.B. eine Schülerin aus der III c berichtet: "Ich komme oft schon um 7.45 Uhr in die Schule, quatsche mit Freunden, frühstücke und plane meine Woche. Wir helfen uns auch viel gegenseitig.“. Eine Mitschülerin ergänzt: "Morgens ist es schön bei uns in der Schule: In der Cafeteria sind viele Schüler und unterhalten sich." Und sie erzählt weiter: "Wenn ich etwas nicht verstanden habe oder noch Aufgaben erledigen muss, dann gehe ich schon um 8.00 Uhr in die Gruppenräume und bekomme dort Unterstützung durch die Lehrer".  Im Gegensatz dazu wirft ein anderer Schüler sehr selbstbewusst ein: „ich arbeite offene Aufgaben nachmittags nach und schlafe lieber länger, dann bin ich nicht so müde.“

 

An der Reformschule haben die Schüler der Stufe III seit diesem Schuljahr die Wahl:

 

Ab 07.45 Uhr die Cafeteria aufzusuchen (Frühstücken, Möglichkeit des Austausches und der Begegnung)

Ab 08.00 Uhr am FRÜBEN teilzunehmen (freies Üben)

07.45 Uhr an verschiedenen Förderkursen teilzunehmen (Englisch, Mathe oder Deutsch) oder

Erst um 08.35 am Regelunterricht teilzunehmen

 

So soll den Kindern ein entspannter Beginn des Schultages ermöglicht werden. Sie sollen in ruhiger Atmosphäre zusammen kommen und sich auf den neuen Tag einstellen. Neben der übertragenen Verantwortung für die eigene Lernbiographie erhalten die Kinder dabei die Gelegenheit, soziale Kontakte zu vertiefen und Schule nicht nur als Ort des Lernens, sondern auch des Lebens zu erfahren. Gleichzeitig können die Kinder den Kontakt zur LehrerInnen vertiefen und von Erlebnissen außerhalb der Schule berichten.

 

Und so klingelt bei tausenden Schülern im Land auch am Montag der Wecker wieder, wenn es draußen gerade dämmert. Ob sich daran in naher Zukunft etwas ändern könnte, liegt allein im Ermessensspielraum der Schulen selbst, besonders wenn sie Ganztagsschulen sind oder werden.

 

 

Bericht: Ricky Cramer

 

Am 21.6.2017 war Schülerstreich. Dieser war dieses Jahr aber nicht sonderlich spannend. Dafür würde aber sicherlich unsere 8er-Verabschiedung am Nachmittag und Abend toll werden. Obwohl, wenn ich so daran dachte, dass die 8er angekündigt hatten, uns die Kaskaden hoch rennen lassen zu wollen, freute ich mich nicht mehr ganz so…

 

Es kam aber ganz anders! Um 17:00 trafen wir uns alle am Freibad Wilhelmshöhe. Da war es besonders schön, dass es an diesem Tag so sonnig war.

 

Um 19:30 sind wir dann vom Bad in Kleingruppen zur Schule gebummelt. Als wir angekommen sind, hatten wir alle Hunger und während die 8er irgendetwas Mysteriöses in der Turnhalle vorbereiteten, kümmerten wir anderen uns um das Buffet. Einige hatten Kartoffelsalat, grünen Salat, Brötchen oder einfach nur Soßen mitgebracht. Wir wollten nämlich Burger machen. Schließlich aßen wir alle zusammen auf den Schulhofbänken. Unsere Lehrerin hatte uns zum Nachtisch noch ein paar Packungen Vanilleeis spendiert.

 

Nach dem Essen waren wir 6er und 7er ganz aufgeregt, denn jetzt wollten wir den 8ern unsere Geschenke übergeben. Ein paar Wochen zuvor hatten wir abgemacht, dass wir den 8ern selbstgestaltete Kartons mit persönlichen Geschenken schenken würden. Nun hatten wir so Einiges vorbereitet und sie bekamen die verschieden verzierten Kisten. Zwei der 8er-Mädchen bekamen sogar Heliumluftballons in lila-und rosa metallic.

 

Anschließend räumten wir noch in der Küche auf. Dann kam unsere Lehrerin zu uns und erklärte uns, dass das mit den Kaskaden nur Fassade gewesen sei und dass die Achter sich eigentlich etwas ganz anderes für uns ausgedacht hätten. Damit die 8er nun dies in der Sporthalle weiter vorbereiten konnten, machten wir einen großen Spaziergang bis zur Prinzenquelle und an der Waldschule vorbei. So lange bis es dunkel wurde, und das war sehr vorteilhaft, denn daraufhin sahen wir die zahlreichen Glühwürmchen. Der Wald war fast vollkommen dunkel. Nur ein wenig Mondlicht, wenn mal keine Bäume da standen und die Glühwürmchen leuchteten so hell, sie zeigten uns den Weg. Auf dem wir lang liefen. Ein paar der 6er-Mädchen fingen welche, so dass wir sie uns genauer ansehen konnten.

 

Als wir wieder an der Schule waren, kamen die 8er schwarz gekleidet und mit weißen Masken aus der Halle und überraschten uns auf dem Hof. Sie teilten uns in Gruppen und die Gruppen auf Räume auf. In den Räumen und der Halle waren Spinnenweben, Plastikspinnen, und Schwarzlicht angebracht. In der Halle hatten sie sogar eine Nebelmaschine aufgestellt.

 

In Kleingruppen wurden uns Rätsel gestellt. Von hinten aus der Halle hörte man währenddessen immer wieder selbstaufgenommene Geräusche und Musik. Ein bisschen gruselig war das schon, zumindest am Anfang. Aber irgendwann musste man auch etwas schmunzeln, da die 8er mit den weißen Masken und verstellter Stimme schon etwas komisch wirkten. Dennoch waren die Rätsel recht schwierig. Nachdem wir sie gelöst hatten, durften wir endlich in die Halle. Dort mussten wir verschiedene Gegenstände finden. Das war einmal gar nicht so einfach, denn eine Art Laser-Lampe hatten sie beim Verstecken an der falschen Stelle befestigt.

 

Und dann hatte ein Mitschüler auch noch den Spiegel, der das Laser-Licht bis zum Skelettschädel reflektieren sollte, aus Versehen fallen lassen. Erst dachten wir dies wäre sehr schlimm... war es aber nicht, da ab und zu ein 8er zu uns kam, seine Maske hoch schob und uns einen eigentlich nicht erlaubten Tipp gab. So hat es echt Spaß gemacht.

 

Irgendwann war es schon weit über 00.00 Uhr, müde waren viele von uns aber trotzdem noch nicht. Das eigentliche Ziel war es für uns einen Schlüssel zu finden. Doch davon waren die meisten Gruppen noch weit entfernt.

 

Gegen ca.1.00 waren die ersten Gruppen fertig. Dann haben wir auf die anderen gewartet, was ziemlich lange gedauert hat, da die letzte Gruppe ein echt gemeines Zahlenrätsel hatte. Als wir dann alle fertig waren, wurde ein Koffer geöffnet. In diesem waren allerhand Süßigkeiten für uns 6er und 7er.

 

Dann bauten wir die Sporthalle zu einem Schlaflager um. Überall verteilten wir Matratzen und legten unsere Schlafsäcke darauf. Einige schliefen auch oben auf der Empore (z.B. ich mit Freunden). Irgendwann schaltete unsere Lehrerin das Licht aus, doch ruhig war es noch lange nicht. Bis 3.30 hörte man das Getuschel, und wenn nicht, dann wie jemand den Schlafsack öffnete und zu einem anderen Grüppchen ging.

 

Am nächsten Morgen wurden wir schon um 7.30 geweckt - aber immerhin mit Musik. Dann mussten wir aufräumen. Völlig übermüdet schwere Matten herumzuschleppen war nicht ganz so toll. Aber schließlich hatten wir das auch geschafft und genossen in der Sonne unser Müsli auf den Schulhofbänken.

 

Gegen 9:00 haben wir uns dann nach und nach verabschiedet.

 

Danke Ihr Achter für diese gelungene Aktion!

Am 16.05.2017 hat die NaWi AG einen schönen und interessanten Ausflug zum Chemikum in Marburg gemacht.

Der Tag fing erst einmal damit an, dass wir alle bis 8:30 Uhr in den Unterricht mussten, weil unser Zug erst um 9:10 Uhr losgefahren ist. Danach haben wir uns mit unserer NaWi-Lehrerin Frau Bechtel vor der Schule getroffen und sind langsam zum Bahnhof Wilhelmshöhe gegangen, um nach Marburg zu fahren. Die Fahrt hat ungefähr 2 Stunden gedauert. Nach der Zugfahrt sind wir zu dem nahe gelegenen Chemikum gelaufen. Als wir dort ankamen, bekamen wir erst einmal das benötigte Material wie Kittel und Schutzbrille. Dann haben wir uns in das erste Labor begeben, um dort verschiedene Experimente mit Trockeneis und anderen Elementen durchzuführen. Wir haben z.B. Ein-Cent-Münzen vergoldet oder Kohlenstoffdioxid mit Essig und Backpulver hergestellt. Nachdem wir ungefähr eine Stunde im ersten Labor einige Experimente durchgeführt haben, sind wir in das zweite Labor gegangen, wo wir verschiedene Gerüche, mal angenehme und mal unangenehme, getestet haben. Es gab z.B. Citrusfrüchte oder Nelken, aber auch Benzin und Ammoniak. Nach einer guten Viertelstunde sind wir dann aus dem zweiten Labor rausgegangen und haben uns vom Chemikum verabschiedet. Da wir aber noch Zeit hatten, haben wir uns in die Innenstadt von Marburg begeben, wo wir ein kleines Picknick hatten. Danach sind wir wieder zum Bahnhof gelaufen und mit dem Zug nach Kassel zurück gefahren.

Adá Kazak

 

"Zuviel Magie!"....antwortet Ewald auf die Frage eines Mitschülers, warum denn Harry Potter zu den verbotenen Büchern gehört, die am Parthenon hängen. Wenig später erfahren die Kinder der Pferdegruppe von Boris, dem verantwortlichen Projektleiter für das Parthenon, dass Harry Potter tatsächlich wegen zuviel Magie z.B. in einigen Staaten der USA verboten ist.

Anlass dieses besonderen Ausflugs am 22.08.2017 zur documenta war die Einladung eines Vaters am Parthenon Bücher aufzuhängen. Olivias Vater ist technischer Leiter im Fridericianum und hat den Pferden diese Aktion ermöglicht. Nach einer kurzen Einweisung durch die Mitarbeiter konnte jedes Kind der Pferdegruppe drei Bücher an einer der letzten noch freien Säulen des Parthenons aufhängen. Natürlich war auch ein Harry Potter Exemplar dabei.

 

Mit großem Elan hängten die Kinder weitere Bücher am Parthenon auf. Am Ende war die Säule im unteren Bereich schon mit ziemlich vielen Büchern bestückt.

Nach dem Abschied von den Mitarbeitern des Parthenons besuchten wir noch das Röhrenkunstwerk vor der Documentahalle. Einige Kinder zeigten ihre Lieblingsröhren und hätten gern Probe gelegen, aber das ging leider nicht, weil wir uns auf den Rückweg machen mussten!

 

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