Schulentwicklung.

Schulprogramm der Reformschule 2020 – 2028.

Einleitung.

Dieses Schulprogramm beschreibt die pädagogischen Grundsätze, Entwicklungsziele und zentralen Arbeitsfelder der Reformschule Kassel im Zeitraum 2020 bis 2028. Es dient als verbindliche Grundlage für die schulische Arbeit und als Orientierungsrahmen für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Schule.

Die dargestellten Entwicklungsbereiche spiegeln sowohl das bestehende pädagogische Profil als auch die zukünftigen Arbeitsschwerpunkte wider. Das Schulprogramm wird regelmäßig überprüft, weiterentwickelt und an veränderte Rahmenbedingungen angepasst.

1. Leitbild und pädagogische Grundsätze.

Die Reformschule Kassel ist eine zweizügige Versuchsschule des Landes Hessen am Standort Wilhelmshöhe. Als integrierte Gesamtschule mit Grund- und Eingangsstufe versteht sie sich als Schule für alle Kinder und Jugendlichen.

Das pädagogische Handeln ist geprägt von den Grundsätzen der Inklusion, der Partizipation sowie der individuellen Förderung. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler zu selbstständigem, verantwortungsbewusstem und kooperativem Lernen zu befähigen.

Zentrale Elemente des schulischen Konzepts sind projektorientiertes und jahrgangs- und fächerübergreifendes Lernen, die Förderung von Selbstorganisation sowie eine ausgeprägte Rückmeldekultur. Lernen wird als aktiver, individueller und sozialer Prozess verstanden, der konsequent aus der Perspektive der Lernenden gestaltet wird.

Als Schule mit besonderem Profil verbindet die Reformschule analoge und digitale Lernformen im Sinne der Digividualisierung und orientiert sich an den Leitlinien einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.

2. Ausgangslage und Rahmenbedingungen.

Die Reformschule ist als integrierte Gesamtschule mit Grund- und Eingangsstufe organisiert und arbeitet durchgängig in jahrgangsgemischten Lerngruppen (zwei bzw. drei Jahrgänge pro Gruppe).

Die Grundstufe ist in Lernhäusern strukturiert, in denen jeweils zwei Gruppen der Stufe I (Jahrgänge 0–2) und der Stufe II (Jahrgänge 3–5) zusammenarbeiten.

Die Schule wird als Ganztagsschule geführt und zeichnet sich durch Lernzeiten (Früben = Freies Üben), selbstorganisierte Lernformen sowie eine enge Verzahnung von Unterricht und Betreuung aus.

Besondere Merkmale sind:

  • gelebte Inklusion („Alle Kinder sind willkommen“),
  • eine Intensivklasse für Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Herkunftssprachen,
  • sowie die Kooperation mit der August-Fricke-Schule (Schule für geistige Entwicklung).

Die schulische Entwicklung wird durch eine Pädagogische Arbeitsgruppe (Steuergruppe) koordiniert, in der Lehrkräfte aller Stufen vertreten sind.

3. Entwicklungsziele 2020–2028.

Die Schulentwicklung orientiert sich an folgenden zentralen Handlungsfeldern:

  • Digividualisierung
  • Inklusion / Diklusion
  • Lernhäuser
  • Das andere Lernen 2.0
  • Weiterentwicklung der Rückmeldekultur
  • Arbeit am Schulcurriculum
  • Ganztag
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung

Diese Entwicklungsfelder werden im Folgenden konkretisiert.

4. Entwicklungsfelder und Umsetzung.
4.1 Digividualisierung.

An unserer integrierten Gesamtschule mit Grund- und Eingangsstufe steht die Verantwortung für den eigenen Lernprozess im Zentrum. Wir ermutigen unsere Schülerinnen und Schüler von Beginn ihrer Schulzeit an, selbstständig und eigenverantwortlich zu lernen, und unterstützen sie dabei, ihre individuellen Lernwege zu gestalten. Lernen verstehen wir als aktiven Prozess, der immer aus der Perspektive der Lernenden gedacht wird.

Besonderen Wert legen wir auf kooperatives Lernen, das durch digitale und kollaborative Arbeitsformen erweitert wird. So lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur voneinander, sondern auch miteinander in vielfältigen Formen der Zusammenarbeit.

Ein zentrales Prinzip unseres pädagogischen Handelns ist die Digividualisierung. Darunter verstehen wir die gezielte Verbindung von individueller Förderung mit den Möglichkeiten digitaler Werkzeuge. Digitale Lehr- und Lernplattformen nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein: Sie ermöglichen es, Lernprozesse transparent und strukturiert zu gestalten, Lernmaterialien jederzeit verfügbar zu machen und die individuelle Lernentwicklung differenziert zu begleiten. Durch adaptive Aufgabenstellungen, digitale Portfolios und passgenaue Rückmeldungen können Lernwege personalisiert und Fortschritte sichtbar gemacht werden. So entsteht eine Lernumgebung, die den unterschiedlichen Lernständen, Interessen und Stärken der Kinder gerecht wird und gleichzeitig ihre Selbststeuerung stärkt.

Motivation und Freude am Lernen sind für uns die Basis, um die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen zu fördern. Dabei begleiten wir die Lernenden kontinuierlich – sowohl analog als auch digital. Durch gezieltes, konstruktives Feedback auf den Lernplattformen und in persönlichen Gesprächen (Coaching) unterstützen wir sie in ihrer Lernentwicklung, stärken ihre Selbstreflexion und helfen ihnen, ihre individuellen Stärken zu entdecken und auszubauen.

Unser Ziel ist es, eine Lernkultur zu schaffen, in der jedes Kind als eigenständige Persönlichkeit wahrgenommen wird, Verantwortung übernehmen kann und durch vielfältige, auch digitale Lernarrangements zu bestmöglicher Entwicklung findet.

4.2 Inklusion / Diklusion.

Die Reformschule versteht sich als inklusive Schule, in der alle Kinder willkommen sind und in ihrer Vielfalt wahrgenommen, gefördert und gestärkt werden. Seit 2017 besteht eine enge Kooperation mit der August-Fricke-Schule, die den inklusiven Anspruch nachhaltig unterstützt und gemeinsame pädagogische Wege eröffnet.

Mit der ab Jahrgang 6 vollständig umgesetzten 1:1-Ausstattung mit digitalen Endgeräten verfügen wir über die technischen Voraussetzungen, um individuelle Lernprozesse flexibel und barrierefrei zu gestalten. So können Schülerinnen und Schüler Lernwege wählen, die ihren Stärken, Bedürfnissen und ihrem eigenen Lerntempo entsprechen.

In der schulischen AG Inklusion entwickeln Lehrkräfte gemeinsam Konzepte und Maßnahmen weiter, die das Miteinander und die Teilhabe aller sichern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung eines Konzepts zur Diklusion, das Lernen und Teilhabe in digitalen Räumen systematisch auf fünf Ebenen gestaltet: technischer Zugang, didaktische Integration, barrierefreie Gestaltung, pädagogische Begleitung und partizipative Mitgestaltung durch die Schülerinnen und Schüler.

So verbinden wir die Prinzipien der Inklusion mit den Möglichkeiten der Digitalisierung – und schaffen eine zukunftsfähige Lernumgebung, in der jedes Kind seinen Platz findet und Lernfreude entwickeln kann.

4.3 Lernhäuser.

Die Entwicklung der Lernhäuser in der Grundstufe der Reformschule entstand aus dem Wunsch nach einer engeren Zusammenarbeit der Gruppen sowie einem verbindlichen Einsatz multiprofessioneller Teams. Zentrale Ziele sind die Weiterentwicklung der Binnendifferenzierung und die Stärkung von Peergroup-Strukturen, die den Schülerinnen und Schülern Orientierung und Gemeinschaft bieten. Nach einer einjährigen Pilotphase mit einem Lernhaus wurden auf Grundlage der internen Evaluation und in enger Kooperation mit der Universität Kassel drei Lernhäuser fest etabliert. Seit dem Schuljahr 2023/24 gibt es keine Pilotgruppen mehr – alle Lernhäuser arbeiten nun gemeinsam an verbindlichen Zielen.

Jedes Lernhaus realisiert mindestens ein gemeinsames Projekt pro Schuljahr, das in Form einer Projektwoche durchgeführt wird. Ergänzend sichern 14-tägige Teamsitzungen die kontinuierliche Abstimmung im Kollegium. Gemeinschaftsräume, die flexibel gebucht werden können, schaffen zusätzliche Lern- und Begegnungsräume, auch wenn die Arbeit am Raumproblem weiterhin eine große Herausforderung darstellt.

Zur Steuerung und Mitverantwortung sind sowohl Stufensprecherinnen und Stufensprecher als auch Lernhaussprecherinnen und -sprecher benannt. In der Stundentafel ist das Fach „Projekt“ verankert, ergänzt durch 30/45 Minuten Musikunterricht durch eine Fachkraft. Darüber hinaus werden Fächer wie Kunst, Technik/Gestalten, Werken und Kochen wieder ausgewiesen und im Lernhaus-Konzept gestärkt.

4.4 Das andere Lernen 2.0.

Das Andere Lernen 2.0 ist ein innovatives Schulentwicklungsprojekt, das den Unterricht in der Sekundarstufe neu organisiert und die Individualisierung in den Mittelpunkt stellt. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler in ihrem persönlichen Lernprozess bestmöglich zu fördern und nachhaltiges Lernen zu ermöglichen. Grundlage des Konzepts sind vier zentrale Säulen:

Die Digitalisierung eröffnet durch eine schulweite Lernplattform individuell zugeschnittene Lernangebote, die flexible und personalisierte Lernwege ermöglichen. Ein modernes Raumkonzept mit Lernwelten und Lernbüros schafft die passenden Rahmenbedingungen, um sowohl konzentriertes Arbeiten als auch kooperative Lernformen zu unterstützen. Mit dem Coaching-Konzept übernehmen Lehrkräfte die Rolle von Lernbegleiterinnen und Lernbegleitern: In regelmäßigen Gesprächen werden Lernstände reflektiert, Ziele formuliert und Strategien zur Weiterentwicklung vereinbart. Im Mittelpunkt steht dabei das selbstverantwortliche Lernen – die Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess, entscheiden selbst über Inhalte, Arbeitsorte und Kooperationsformen und entwickeln so die Fähigkeit, ihre individuellen Lernziele sinnvoll zu setzen und zu verfolgen. Auch hier stellt das Raumproblem eine gr0ße Herausforderung dar, da es nicht genügend Möglichkeiten des Rückzugs für Schülerinnen und Schüler gibt.

4.5 Weiterentwicklung der Rückmeldekultur.

Im Rahmen eines Kompaktseminars (pädagogische Tage) zur Rückmeldekultur hat das Kollegium der Reformschule die zentrale Bedeutung der Lernentwicklungsberichten für die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler herausgestellt. Diese Berichte geben differenziert Auskunft über den Entwicklungsstand und die erworbenen Kompetenzen und bieten damit eine wertvolle Grundlage sowohl für die Lernenden selbst als auch für deren Eltern.

Die Reformschule Kassel versteht Rückmeldung als kontinuierlichen Prozess, der weit über die halbjährlichen Berichte hinausgeht. In der Stufe I wurden die Rückmeldebögen erweitert und durch ein digitales Format mit visualisierten „Wassergläsern“ ergänzt, sodass Lernfortschritte anschaulich und transparent dargestellt werden. Lerngespräche werden zunehmend individueller gestaltet, um noch gezielter auf die persönliche Entwicklung der Kinder eingehen zu können.

Ab der Stufe II wird die Rückmeldekultur zusätzlich durch Lehrerfeedback erweitert, das eine differenzierte Außensicht eröffnet und die Selbstwahrnehmung der Schülerinnen und Schüler konstruktiv ergänzt. Besonders hervorzuheben ist zudem der Einsatz der digitalen Feedbackmappe (edumaps), die eine fortlaufende, transparente und individuelle Rückmeldung ermöglicht. Für die Sekundarstufe befindet sich ergänzend ein digitales Logbuch in der Entwicklung, um Lernprozesse auch hier noch enger zu begleiten.

Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Rückmelde- und Feedbackkultur ist fest in der Arbeit der Reformschule verankert. Sie verbindet pädagogische Qualität mit innovativen digitalen Instrumenten und trägt dazu bei, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Stärken erkennen, gezielt gefördert werden und ihre Kompetenzen nachhaltig entfalten können.

4.6 Arbeit am Schulcurriculum.

Die Weiterentwicklung des Schulcurriculums bleibt ein zentraler Bestandteil der pädagogischen Qualitätsarbeit unserer Schule. In mehreren Fachbereichen konnten in den vergangenen Monaten wichtige Fortschritte erzielt werden, die zur fachlichen Profilierung und zur Stärkung gemeinsamer Strukturen beitragen.

In der Deutschfachkonferenz wurde ein Konzept für individuelle und gemeinsame Lernwege im Schreiben und Rechtschreiben für die Grund- und Sekundarstufe nach Beate Leßmann erarbeitet. Es verbindet systematische Kompetenzentwicklung mit flexiblen Lernarrangements und schafft einen durchgängigen Förder-Forder-und Lernplan, der sowohl diagnostische Elemente als auch verbindliche Standards berücksichtigt.

Auch das GL-Curriculum wurde grundlegend aktualisiert. Es definiert klare thematische Schwerpunkte, ordnet Kompetenzerwartungen transparent und ermöglicht jahrgangsübergreifende Lernsettings. Die Einbindung aktueller gesellschaftlicher Themen fördert ein fachlich fundiertes, zugleich lebensweltbezogenes Lernen.

Für den im Fach Projekt integrierten Religionsunterricht wurden strukturierte Planungskarten entwickelt, die eine verlässliche Orientierung in der Unterrichtsplanung bieten. Sie bündeln Kompetenzziele, Inhalte und methodische Vorschläge und erleichtern die gemeinsame Arbeit im Team.

Im naturwissenschaftlichen Bereich wird das NaWi-Konzept weiter ausgebaut. Es legt verbindliche Kompetenzstufen, fachübergreifende Projekte und Grundsätze experimentellen Arbeitens fest und stärkt so den forschungsorientierten Zugang zu naturwissenschaftlichen Fragestellungen.

Darüber hinaus führte ein Kompaktseminar zu digitalen Formaten verschiedene Fachgruppen in den Einsatz moderner digitaler Werkzeuge ein. Die Fortbildung unterstützt die systematische Integration digitaler Lernformen in das Schulcurriculum und fördert die Medienkompetenz des Kollegiums.

Insgesamt zeigt sich, dass die bisherigen Arbeitsergebnisse ein kohärentes, kompetenzorientiertes und inklusives Curriculum entstehen lassen, das sowohl an den strukturellen Besonderheiten der Reformschule als auch an den Bedürfnissen unserer Schülerinnen und Schüler ausgerichtet ist. Die erarbeiteten Konzepte bilden eine tragfähige Grundlage für die weitere curriculare Schulentwicklung.

4.7 Ganztag.

Der Ganztag an unserer Schule wird kontinuierlich weiterentwickelt, um den Bedürfnissen unserer Schülerinnen und Schüler noch besser gerecht zu werden. In den vergangenen Jahren wurden zentrale Elemente des Ganztagskonzepts überarbeitet, professionalisiert und an aktuelle pädagogische Anforderungen angepasst. Dazu gehören die Erweiterung des Betreuungs- und Pausenangebots, die Weiterentwicklung der offenen Lern- und Arbeitsphasen sowie die Stärkung bewegungs- und interessenorientierter Angebote.

Durch die Einführung digitaler Verfahren – etwa zur Einwahl in Arbeitsgemeinschaften und zur anschließenden Organisation – konnten Abläufe transparenter und effizienter gestaltet werden. Zudem trägt die engere Verzahnung von Unterricht, Freizeitangeboten und individueller Förderung dazu bei, den Ganztag als verlässlichen und lernförderlichen Lebensraum zu gestalten.

Die Weiterentwicklung des Ganztags bleibt ein kontinuierlicher Prozess, der in enger Zusammenarbeit mit dem Kollegium, den Schülerinnen und Schülern sowie den Betreuungskräften gestaltet wird. Ziel ist ein Ganztagsangebot, das sowohl strukturiert als auch flexibel ist und den Kindern und Jugendlichen vielfältige Möglichkeiten für Lernen, Begegnung und persönliche Entwicklung bietet.

4.8 Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Die Reformschule Kassel hat ihre Arbeit im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung konsequent weiterentwickelt. Als Club-of-Rome-Schule verstehen wir Nachhaltigkeit als grundlegenden Bestandteil unseres pädagogischen Profils.

Mit dem Zertifikat „Digitale Schule“ wurde unser Engagement im Bereich digitaler Bildung gewürdigt. Digitale Werkzeuge unterstützen sowohl zeitgemäßes Lernen als auch die Bearbeitung nachhaltigkeitsbezogener Fragestellungen. Ein zentraler Schwerpunkt war das schulweite Projekt zu den 17 Nachhaltigkeitszielen (SDGs), in dessen Rahmen alle Lerngruppen altersgerechte digitale Produkte erstellten und sich mit globalen Herausforderungen auseinandersetzten.

Im Bereich nachhaltiger Mobilität setzten die Einrichtung einer Eltern-Taxi-Haltestelle sowie die Teilnahme an der Europäischen Mobilitätswoche wichtige Impulse für klimafreundliches Verhalten.

Das Konzept „Draußen Lernen“ wird weiter ausgebaut. Lernorte wie Bergpark und Schulgarten ermöglichen praktische Naturerfahrungen und fördern ökologische Achtsamkeit.

Mit Aktionen wie Kleider-Tauschbörse und Flohmarkt wurden Aspekte nachhaltigen Konsums sichtbar in den Schulalltag integriert.

Flankiert wurde die BNE-Arbeit durch zwei schulweite Workshops zu Lehrergesundheit und Alltagsdiskriminierung, die wichtige Impulse für eine achtsame, nachhaltige und diskriminierungssensible Schulkultur setzten.

Zukünftige Entwicklungsschwerpunkte im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

In den kommenden Jahren wird die Schule ihre Arbeit im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung systematisch weiter ausbauen. Zentrale Vorhaben sind:

  • Klassenzimmer Draußen – Ausbau des Lernorts Schulgarten
    Zur Stärkung handlungsorientierter und naturverbundener Lernformen wird im Schulgarten ein festes „Klassenzimmer Draußen“ entstehen. Der Aufbau einer witterungsgeschützten Hütte ermöglicht kontinuierliche Lernangebote im Freien, fördert ökologisches Bewusstsein und erweitert die bestehenden Strukturen des Projekts „Draußen Lernen“.
  • Neugestaltung des Schulhofs
    Die Neugestaltung des Schulhofs verfolgt das Ziel, Bewegungsräume, Aufenthaltsqualität und naturnahe Elemente deutlich zu erweitern. Durch partizipative Planungsprozesse werden Schülerinnen und Schüler, Eltern und Mitarbeitende in die Entwicklung eines nachhaltigen, vielseitig nutzbaren Schulgeländes einbezogen.
  • Weiterentwicklung eines verbindlichen BNE-Konzepts
    Die Schule erarbeitet ein umfassendes Konzept zur Bildung für nachhaltige Entwicklung, das sowohl Unterricht, Projekte und Ganztagsangebote als auch Schulorganisation, Partizipation und Kooperationen strukturiert verbindet. Das Konzept dient als Grundlage für systematische BNE-Arbeit in allen Stufen und integriert ökologische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen nachhaltiger Entwicklung.
5. Steuerung der Schulentwicklung.

Die Umsetzung und Weiterentwicklung der im Schulprogramm beschriebenen Ziele erfolgt in einem kontinuierlichen schulischen Entwicklungsprozess.

Zentrale Steuerungsinstanz ist die Pädagogische Arbeitsgruppe, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Stufen zusammenarbeiten. Sie koordiniert die Entwicklungsprozesse, sichert die Abstimmung zwischen den Arbeitsbereichen und bereitet Entscheidungen für die schulischen Gremien vor.

Weitere wichtige Beteiligungsstrukturen sind:

  • Fachkonferenzen,
  • Jahrgangs- und Stufenteams,
  • der Schulelternbeirat,
  • die Schülervertretung.

Die Schulentwicklung erfolgt partizipativ unter Einbeziehung aller am Schulleben Beteiligten.

6. Evaluation und Fortschreibung.

Die Qualität der schulischen Arbeit wird regelmäßig überprüft und weiterentwickelt.

Dies erfolgt durch:

  • systematische Rückmeldungen von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften,
  • Auswertung von Lernentwicklungsberichten und Lerngesprächen,
  • interne Evaluationen (z. B. im Rahmen von pädagogischen Tagen),
  • die Reflexion der Entwicklungsprozesse in der Pädagogischen Arbeitsgruppe
  • sowie durch wissenschaftliche Begleitung der Universitäten Kassel und Frankfurt/Main

Die Ergebnisse der Evaluation fließen kontinuierlich in die Weiterentwicklung der Konzepte ein.

Das Schulprogramm wird in regelmäßigen Abständen fortgeschrieben und an neue pädagogische, gesellschaftliche und organisatorische Anforderungen angepasst.