Bericht der Schulleitung: Revisions- und Planungsgespräch 2026.

1. Sachstand zu den Schulentwicklungsaufträgen.

Die Reformschule versteht sich als pädagogischer Entwicklungsraum mit dem Ziel, Lernen konsequent individualisiert, kompetenzorientiert und in wachsender Selbstverantwortung der Schülerinnen und Schüler zu gestalten. Im Zentrum steht dabei die Überzeugung, dass nachhaltige Bildungsprozesse dann gelingen, wenn Lernwege flexibel, anschlussfähig und an den jeweiligen Entwicklungsstand angepasst sind.

Grundlage dieses Ansatzes ist eine differenzierte Lernkultur, die sowohl digitale als auch analoge Formate zur Binnendifferenzierung nutzt und damit vielfältige Zugänge zu Lerninhalten eröffnet. Selbstständige Lernprozesse werden systematisch angebahnt und begleitet, sodass die Lernenden zunehmend Verantwortung für ihren eigenen Lernfortschritt übernehmen. Die Leistungskultur ist dabei bis zum Jahrgang 9 konsequent feedbackorientiert ausgerichtet und verzichtet zugunsten einer differenzierten Rückmeldepraxis auf traditionelle Notengebung.

Ein weiteres zentrales Strukturmerkmal ist das Lernen in jahrgangsgemischten Gruppen von 0 bis 10, das kooperatives Lernen stärkt und individuelle Entwicklungsverläufe unterstützt. Zugleich begreift die Reformschule ihren Versuchsschulauftrag als Chance, innovative pädagogische Konzepte zu erproben, weiterzuentwickeln und im Sinne eines Transferzentrums Impulse für die Schulentwicklung über die eigene Einrichtung hinaus zu geben.

Seit dem 29.10.2025 gibt es einen bis zum 31.07.2027 gültigen Versuchsschulerlass für die Reformschule, in dem insgesamt sieben Aufgabenfelder genannt sind.

Heute soll nun eine Zwischenbilanz erfolgen, welcher Sachstand für die einzelnen Punkte besteht und wie die Weiterarbeit erfolgt.

1.1. Erprobung, Umsetzung und Evaluation von digital gestützten Unterrichtsformaten zur gelingenden Binnendifferenzierung durch Stärkung von individualisierten Lernformen.

Ziel der schulischen Entwicklungsarbeit ist die systematische Integration digitaler Werkzeuge zur Unterstützung eines individualisierten und kompetenzorientierten Lernens. Digitale Medien werden dabei nicht isoliert verstanden, sondern als integraler Bestandteil einer Lernkultur, die auf Selbstständigkeit, Differenzierung und nachhaltige Kompetenzentwicklung ausgerichtet ist.

Zur Umsetzung dieses Ziels wurde das bestehende Medienkonzept kontinuierlich weiterentwickelt und in die curricularen Planungen der Fächer integriert. Die Steuergruppe „Pädagogische Arbeitsgruppe“ hat hierzu verbindliche Aufträge an die Fachbereiche formuliert. Flankierend dazu wurden Fortbildungsangebote für das Kollegium sowie Informations- und Schulungsformate für die Elternschaft etabliert.  Bei den Angeboten liegt ein besonderer Fokus auf Chancen und Gefahren digitaler Medien.

Die Medienbildung erfolgt spiralcurricular über die verschiedenen Stufen hinweg: In der Grundstufe (Stufe I) erwerben die Schülerinnen und Schüler grundlegende Kompetenzen im Rahmen eines iPad-Führerscheins. In Stufe II wird dieses Wissen durch das Format „Web Klicker“ mit Schwerpunkten wie Datenschutz und Risiken im Internet vertieft. In den Stufen III und IV werden im Dreijahresturnus zentrale Themen wie „Kühler Kopf“, „Künstliche Intelligenz“ und „Influencer“ in Peer-to-Peer-Formaten bearbeitet („Re:forMedia“). Dabei übernehmen Schülerinnen und Schüler der Stufe IV eine Mentorinnen- und Mentorenrolle für Lernende der Stufe III. Zu allen Themen werden begleitende Reader erstellt, die auch anderen Schulen zur Verfügung gestellt werden. Das Material zum Thema „Kühler Kopf“ liegt bereits dem Ministerium vor, der Reader zu „Künstliche Intelligenz“ ist fertiggestellt, der Workshop zum Thema „Influencer“ findet in den nächsten Wochen statt und der Reader folgt nach den Sommerferien.

Parallel dazu werden digital gestützte Unterrichtssettings erprobt und weiterentwickelt, insbesondere im Hinblick auf differenzierte Lernpfade und vielfältige Aufgabenformate. Die Nutzung von Lernplattformen wie Scobees, Moodle und Schulportal unterstützt dabei die individuelle Lernorganisation sowie die Portfolio- und Logbucharbeit der Schülerinnen und Schüler.

Ergänzend arbeitet die Schule mit dem Social Sciences Lab (ssl) zusammen, unter anderem im Rahmen von Kursunternehmungstagen (z.B. Wohnraum), der Fortbildung des Kollegiums (z. B. zum Thema „Was ist eine echte Frage?“) sowie der individuellen Begleitung von Schülerarbeitsgruppen bei eigenen Projekten.

Die Nutzung digitaler Endgeräte wurde zudem systematisch evaluiert, insbesondere in den Stufen III und IV, um die gewonnenen Erkenntnisse in die weitere Schul- und Unterrichtsentwicklung einfließen zu lassen.

„So Emoji: Emotionale Stärke im digitalen Zeitalter“ wurde als bewusstes Gegengewicht zu den Herausforderungen digital geprägter Kommunikation etabliert. Ausgangspunkt des Projekts ist die Beobachtung, dass die verstärkte Nutzung digitaler Medien häufig mit Konflikten einhergeht, etwa durch reduzierte Face-to-Face-Kommunikation, Überforderung infolge permanenter Erreichbarkeit sowie Tendenzen emotionaler Distanzierung. Das Projekt stärkt die Auseinandersetzung mit emotionaler Kompetenz, Beziehungsfähigkeit und reflektiertem Medienhandeln. Es wurde erfolgreich umgesetzt und fest in der schulischen Arbeit verankert; der im Rahmen des Projekts entstandene Film ist fertiggestellt und kann über einen Link auf der Schulhomepage eingesehen werden.

1.2 Erprobung von Konzepten zur Förderung der Selbständigkeit der Lernenden sowie die Evaluation der Wirksamkeit hinsichtlich der Lernprozessverbesserung.

In Punkt 1.7 werden die Inhalte der Punkte 1.2 und 1.7 gemeinsam zusammengeführt und gemeinsam behandelt.

1.3 Konzeptentwicklung zur individualisierten Leistungsrückmeldung.

Im Mittelpunkt unserer schulischen Entwicklungsarbeit steht die Weiterentwicklung einer transparenten und konsequent kompetenzorientierten Feedbackkultur als tragfähige Alternative zur klassischen Notengebung. Rückmeldungen erfolgen kontinuierlich über das gesamte Schuljahr hinweg und werden als dialogischer Prozess verstanden, in den die Schülerinnen und Schüler aktiv durch Selbst- und Peer-Feedback eingebunden sind.

Ein Schwerpunkt liegt in der Weiterentwicklung und Evaluation der Lernentwicklungsberichte (LEBs) als zentrales Element einer stärkenorientierten Feedbackkultur. Nach zwei vorbereitenden Kompaktseminaren wurde im vergangenen Schuljahr eine auf zwei Jahre angelegte Erprobungsphase zur Neustrukturierung der Lernentwicklungsberichte gestartet. Die Evaluation zur neuen Form der Lernentwicklungsberichte nach dem Schuljahr 2024/25 hat stattgefunden und zeigt als zentrales Ergebnis eine grundsätzliche Zufriedenheit mit dem eingeschlagenen Weg. Aus den Rückmeldungen ergeben sich zugleich weiterführende Entwicklungsfragen für die Schule:

Wie kann der Motivationsanteil der Lernentwicklungsberichte für Schülerinnen und Schüler noch erhöht werden, etwa durch konkrete und erreichbare nächste Schritte oder durch Visualisierungen von Lernfortschritten?

Wann ist ein kriterienbasierter Bericht sinnvoller als ein ausformulierter Bericht und wie kann dies alters- und fachsensibel gestaltet und kommuniziert werden?

Und wie können Lernentwicklungsberichte und Lernentwicklungsgespräche noch stärker verzahnt werden, sodass sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Eltern davon profitieren?

Diese Fragestellungen haben die Weiterentwicklung der Rückmeldekultur maßgeblich geprägt. Im Zentrum stehen neben ausformulierten, kompetenzorientierten Berichten insbesondere Kompetenzraster als verbindliche Grundlage der Rückmeldung. Diese werden in der Grundstufe durch eine einheitliche Symbolik sowie in der Grund- und Sekundarstufe durch differenzierte schriftliche Rückmeldungen im Sinne von „Tipps und Tops“ ergänzt. Ziel ist es, Lernstände transparent und nachvollziehbar darzustellen, individuelle Lernentwicklungen sichtbar zu machen und konkrete Entwicklungsperspektiven aufzuzeigen. Damit wird die Feedbackkultur als wesentlicher Bestandteil selbständigen, selbsttätigen und individuellen Lernens weiter gestärkt und systematisch weiterentwickelt.

Die Kompetenzraster für inklusiv beschulte Kinder sollen zukünftig weiter individualisiert werden. Dabei werden die bestehenden Raster so angepasst, dass sie den jeweiligen Lernvoraussetzungen gerecht werden und eine differenzierte, förderorientierte Rückmeldung ermöglichen.

1.4 Unterstützung, Beratung und Begleitung anderer Schulen bei Schul- und Unterrichtsentwicklungsmaßnahmen entsprechend des Versuchsschulauftrags .

Im Fokus steht der systematische Transfer unserer schulischen Innovationen in andere Schulen sowie die aktive Mitgestaltung im Schulentwicklungsnetzwerk. Neben der etablierten Hospitationspraxis wird hierzu der Aufbau strukturierter Beratungsangebote vorangetrieben, beispielsweise in Form von Workshops sowie durch die Unterstützung in Kooperation mit dem Social Sciences Lab (ssl).

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der systematischen Dokumentation und Veröffentlichung von Best-Practice-Beispielen, um erfolgreiche Ansätze nachhaltig zugänglich und übertragbar zu machen. Darüber hinaus beteiligt sich die Schule an der Begleitung konkreter Schulentwicklungsprozesse anderer Schulen, etwa in der Zusammenarbeit mit der Schule Hegelberg in Kooperation mit der Reformschule und dem Social Sciences Lab.

Zur weiteren Stärkung der Transferarbeit besteht der Wunsch nach verstärkter Unterstützung durch das HMKB sowie das Staatliche Schulamt, insbesondere im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, um Reichweite, Sichtbarkeit und Wirkung der entwickelten Konzepte zu erhöhen.

1.5 Unterstützung von Schulen bei Umwandlung in PSES.

Ein weiterer zentraler Entwicklungsauftrag besteht in der Begleitung von Schulen im Transformationsprozess hin zur „pädagogisch selbstständigen Schule“. Ziel ist es, die dabei gewonnenen Erfahrungen systematisch aufzubereiten und anderen Schulen als Orientierung und Unterstützung zugänglich zu machen.

Als mögliche Maßnahmen sind die Entwicklung eines strukturierten Beratungsleitfadens sowie die Durchführung von Informationsveranstaltungen vorgesehen, die interessierten Schulen einen ersten Einblick in zentrale Gestaltungsfelder und Herausforderungen geben. Darauf aufbauend sollen Prozessbegleitungen und Coachingformate etabliert werden, die eine kontinuierliche und bedarfsgerechte Unterstützung im Entwicklungsprozess ermöglichen.

Für die erfolgreiche Umsetzung dieses Vorhabens besteht auch hier der Wunsch nach verstärkter Unterstützung durch das HMKB sowie das Staatliche Schulamt, insbesondere bei der Kontaktanbahnung zu interessierten Schulen und der Initiierung entsprechender Kooperationsprozesse.

1.6 Kooperation mit den anderen Versuchsschulen hessenweite Fortbildungsangebote zum Thema Binnendifferenzierung zu erarbeiten, zu koordinieren und durchzuführen.

Ziel ist der Aufbau eines landesweiten Netzwerks zur Binnendifferenzierung und Individualisierung, um bestehende Ansätze zu bündeln, weiterzuentwickeln und für andere Schulen nutzbar zu machen. Nach der geringen Resonanz auf den letzten Fachtag wird derzeit ein überarbeitetes Konzept entwickelt, das neue Formate der Ansprache und Zusammenarbeit vorsieht. Die Kooperation mit den anderen Versuchsschulen wird dabei weiterhin als zentraler Baustein verstanden.

Perspektivisch ist die Entwicklung modularer Fortbildungsangebote geplant, die flexibel eingesetzt und an unterschiedliche schulische Kontexte angepasst werden können. Ergänzend besteht die Idee, eine gemeinsam bestückte Webseite aufzubauen, auf der Materialien, Konzepte und Praxiserfahrungen gebündelt, zugänglich gemacht und kontinuierlich weiterentwickelt werden.

1.7 Konzeption der Reformschule (Jahrgang 0 bis 10, Jahrgangsmischung, Projektlernen, Schule ohne Noten) im Hinblick auf selbständiges, selbsttätiges und individuelles Lernen mit Ausschärfung der Feedbackkultur und der Lernbegleitung weiterentwickeln und evaluieren.

Ergänzend zu Punkt 1.2 werden beide Aspekte gemeinsam betrachtet und in diesem Zusammenhang zusammengeführt.

Im Fokus der Reformschule steht, selbständiges, selbsttätiges, selbstverantwortliches und individuelles Lernen der Schülerinnen und Schüler systematisch zu fördern. Hierzu werden unterschiedliche innovative Lernformate erprobt und kontinuierlich weiterentwickelt: Die Schule arbeitet jahrgangsübergreifend (Jahrgang 0 bis 10), setzt auf Projektlernen, offene Lernzeiten sowie ein Konzept „Schule ohne Noten“ und stärkt die Feedback- und Coachingkultur. Die Verbindung dieser Ansätze soll eine Lernumgebung schaffen, in der Schülerinnen und Schüler Verantwortung für ihre Lernprozesse übernehmen und individuell gefördert werden. In diesem Zusammenhang wurden zwei A14-Stellen besetzt: eine, um den Übergang von der Grund- in die Sekundarstufe systematisch und konzeptionell zu begleiten, auch basierend auf der Rückmeldung der „Blick-über-den-Zaun-Schulen (BüZ) bei den Beobachtungen und Rückmeldungen der „Peer Review Konferenz“; die andere, um schulintern die Schulentwicklungsprozesse zu evaluieren.

Ein zentraler Schwerpunkt unserer Schulentwicklung liegt auf der Lernprozessbegleitung durch Coaching-Gespräche. In Kooperation mit der Universität Frankfurt wird untersucht, wie Coaching das selbständige, selbsttätige Lernen unterstützt und wie es mit den Lernformaten Projektlernen und Lernzeit verzahnt werden kann. Die Evaluation prüft, welche Wirkungen auf Motivation, Zielklarheit und Lernfortschritte entstehen. Aufbauend auf dem Konzept „Das andere Lernen 2.0“ wurden in Stufe III die Lernzeiten und individuellen Coachings weiterentwickelt. Alle Lehrkräfte der Sekundarstufe sind mittlerweile als Coaches ausgebildet, sodass eine kontinuierliche und qualifizierte Begleitung der Schülerinnen und Schüler gewährleistet ist.

Pädagogische Tage, u. a. am Girls- und Boys-Day, dienten der praktischen Umsetzung und Weiterentwicklung: Lernzeiten werden strukturiert, offene Aufgabenstellungen sollen im Fachunterricht erprobt werden, Lerndörfer etabliert, und die Logbucharbeit mit konkreten Lernvorhaben gestärkt. Für freies Arbeiten gibt es eine Klassifizierung über Farbkarten, um Selbstorganisation und Eigenverantwortung sichtbar zu machen. In Stufe II beginnen zudem die Coaching-Gespräche und die wöchentliche Zielplanung im Logbuch, um individuelle Lernfortschritte gezielt zu begleiten. Hier sollen alle Kolleginnen und Kollegen zukünftig die Coaching-Ausbildung durchlaufen. Im weiteren Entwicklungsprozess ist zusätzlich vorgesehen, Schüler-Lehrer-Feedback systematisch zu etablieren.

Die Schule beteiligt sich außerdem am DiVa-Projekt („Didaktik der Vielfalt“) der Universitäten Mainz und Bielefeld. Videografien in Jahrgang 5 in Mathematik und Deutsch untersuchen, wie fachliches und sozial-emotionales Lernen im etablierten Konzept lernwirksam und diversitätssensibel gefördert wird. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung tragen dazu bei, die Wirksamkeit der Konzepte zur Selbständigkeit der Lernenden systematisch zu evaluieren, weiterzuentwickeln und die pädagogische Praxis evidenzbasiert zu gestalten.

In Zusammenarbeit mit der Universität Kassel wurde bereits die zweite Erhebung der Studie „Fit für die Zukunft“ durchgeführt; die dritte Erhebung ist für die Zeit nach den Sommerferien vorgesehen. Danach werden die Ergebnisse präsentiert. Die Studie erweist sich dabei als wertvolles Unterstützungsinstrument zur Weiterentwicklung individualisierten Lernens im Hinblick auf die Förderung zentraler Zukunftskompetenzen von jungen Menschen.

Ebenso liegen Berichte aus zwei Phasen der Absolventinnen- und Absolventenbefragung vor, deren Ergebnisse in die weitere konzeptionelle Arbeit einfließen und wichtige Impulse für die Evaluation schulischer Entwicklungsprozesse geben.

Die Begleitung und Weiterentwicklung der Lernhäuser soll fortgeführt werden, indem nach drei Jahren Erprobung die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler erhoben werden. Positive wie kritische Rückmeldungen sollen ausgewertet und als Grundlage genutzt werden, um die Lernhausarbeit sowie Formen der Lernbegleitung und Partizipation weiter zu optimieren. Auf diese Weise werden bestehende reformpädagogische Ansätze evidenzbasiert reflektiert, weiterentwickelt und nachhaltig gesichert.

2. Ausblick.

Ein zentraler zukünftiger Arbeitsschwerpunkt liegt in der konsequenten Weiterführung und Profilierung des bestehenden pädagogischen Auftrags. Dabei sollen individualisierte Lernformen weiter ausgeschärft werden, insbesondere durch die Weiterentwicklung und Ausdifferenzierung komplexer, offener und jahrgangsübergreifender Aufgabenformate in den Fächern Englisch, Mathematik und Französisch sowie durch den gezielten Einsatz digitaler Medien zur Unterstützung differenzierter, adaptiver und selbstgesteuerter Lernprozesse. Ziel ist es, Lernarrangements zu schaffen, die unterschiedliche Lernvoraussetzungen noch stärker berücksichtigen, analoges und digital gestütztes selbstständiges sowie vertieftes Lernen fördern und alle Schülerinnen und Schüler in ihrem Selbstkonzept stärken. Digitale Medien sollen dabei insbesondere als Instrumente individualisierter Förderung, kollaborativen Arbeitens, reflexiver Lernbegleitung und zeitgemäßer Kompetenzentwicklung genutzt werden. Ein besonderer Fokus liegt auf der gezielten Unterstützung leistungsschwächerer Lernender, um ihre Teilhabechancen, ihr Zutrauen in die eigene Lernfähigkeit und ihren individuellen Kompetenzaufbau nachhaltig zu fördern.