Der unendliche Reichtum unserer Sprache

In einer Kooperationsveranstaltung zwischen dem BDP Nordhessen und der Reformschule Kassel führte die bekannte Kinder- und Jugendbuchautorin Margret Steenfatt vom 18.02.2013 bis zum 20.02.2013 drei Tage lang eine Schreibwerkstatt durch.

24 Schülerinnen und Schüler der Gruppe IIIa (Leitung Petra Fichtner-Gade und Anne Brenke) der Reformschule Kassel nutzten intensiv die Vielfalt der deutschen Sprache, um dramatische, lustige, traurige, böse und zum Schmunzeln anregende Texte zu schreiben, zu überarbeiten und zu verbessern, bis sie damit zufrieden waren.

In einer eineinhalbstündigen Vorführung wurden die Arbeiten am Mittwochnachmittag den Eltern und MitschülerInnen präsentiert. Unterstützt wurde die Vorstellung von eigens angefertigten Illustrationen und musikalischer Untermalung durch zwei Schülerinnen (Amelie Lipsius und Leandra Persch), die auf der Altflöte bzw. der Klarinette zur Auflockerung kurze Musikstücke spielten. Das Publikum war begeistert, gerührt und bewegt. Mit kräftigem Applaus wurde jede Geschichte und jedes Gedicht gewürdigt.

Für Frau Steenfatt „machte es das pädagogische Konzept der Schule, das selbständiges Arbeiten in der gesamten Schulzeit fördert, leicht, die 6 bis 8 Klässler zu freien Texten zu motivieren und sie neugierig zu machen, deutsche Literatut nicht nur zu konsumieren, sondern zu produzieren.“

Im kommenden Jahr soll das Ganze mit einer anderen Gruppe der Stufe III der Reformschule wiederholt werden.

Fast schon Tradition

Am 07.05.2013 fand nun schon zum dritten Mal in der Zeit von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr ein Literarischer Abend an der Reformschule statt. Man kann schon fast von einer Tradition sprechen.

Die SchülerInnen und Schüler der Stufen II, III und IV lasen eigene Texte vor, die sie im Freien Schreiben bzw. Schreibwerkstatt-Unterricht verfasst hatten.

Wieder war das Spektrum der Themen sehr weit. Von Geschichten über Hühner in ihrem Hühnerstall oder einer Laus, die sich auf dem Kopf einnistete, über Abenteuergeschichten und Detektivgeschichten bis hin zu einem Hörspiel,  sehr einfühlsamen Gedichten oder einer Tagebuchgeschichte von einem jüdischen Mädchen im Nationalsozialismus konnten die Zuschauer herzhaft lachen, sich gruseln oder nachdenklich werden.

Die SchülerInnen bewiesen großes Geschick im Umgang mit den verschiedenen Themen,  zeigten sich sprachlich gewandt und präsentierten souverän ihre Texte auf dem roten Sofa. Die Zuschauer waren hingerissen und belohnten jeden Vortrag mit viel Applaus.

 

Musikalisch wurde der Abend von der Gitarren-AG unter der Leitung von Herrn Bräuer umrahmt. Lara Lipsius, Ines Hamrock, Jaro Habiger und Joaquim Erbroth spielten zur Einstimmung am Anfang und in den Pausen eingeübte Stücke und begeisterten das Publikum.

Ein ganz besonderer Dank geht an Erik von Pein, der im Hintergrund die Scheinwerfer und Mikrofone auf- und abbaute und mit seinem unersetzlichen technischen Know-How den Abend pannenlos begleitete.

Petra Fichtner-Gade

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