Mit dem Fahrrad bergab-bergauf über Stock und Stein – so lautet wohl das derzeitige Motto der BSB (Biken, Skaten, Boarden) - AG an der Reformschule. Wenn es trocken ist, dann fährt Herr Honscha mit den jungen Bikern durchs Gelände rund um die Prinzenquelle. Im Mittelpunkt steht dabei neben dem Spaß am Biken das Fahren in der Gruppe sowie die sichere Bewältigung von Waldpfaden, sogenannten Trails. Doch bevor die Jungs soweit waren, dass sie auch zusammen im Gelände fahren konnten, mussten sie auf dem Schulhof erst einmal ihre Fahrtechnik trainieren. Das fing bei einfacheren Aufgaben wie dem richtigen Bremsen und sicheren Hintereinanderfahren in der Gruppe an. Später konnten dann auch Palettenstapel oder Wippen überwunden und ein Kiesbett durchfahren werden. Mittlerweile klappt das Mountainbiken bei einigen Kindern schon so gut, dass die Teilnahme an einem Mountainbike-Marathon in Aussicht steht.

Die Region rund um Kassel bietet dem jungen Nachwuchs dazu ein paar tolle Veranstaltungen mit festlichem Flair. Damit kennt sich Herr Honscha, der selbst leidenschaftlicher Marathonteilnehmer ist, bestens aus. Fast bei jedem Bike-Marathon wird auch ein Kids-Race in verschiedenen Altersguppen angeboten. So kam es nicht von ungefähr, dass Jan Drescher schon am 22.04.18 beim Kellerwald-Bike-Marathon in der Altersklasse U13 am Start stand.

 

„Jan war vor seinem ersten Marathon wirklich cool, keine Spur von Aufregung war ihm anzumerken!“, so Honscha. Mit dieser Coolness war Jan dann auch auf den staubigen Schotterpisten und matschigen Waldwegen unterwegs. Mit Bravour bewältigte er den 12km langen Rundkurs. Nach vier Runden überfuhr er den Zielstrich als zufriedener Siebter. Gefallen hat Jan an diesem Sport auf jeden Fall gefunden. Der nächste Termin steht mit dem Bilstein-Bike-Marathon in Großalmerode am 17. Juni bereits an. Wer Interesse am Kids-Race hat, egal ob er in der BSB-AG ist oder nicht, kann sich jederzeit an Herrn Honscha wenden. Er wird in Großalmerode auch vor Ort sein.

 

„Jugend forscht“ Hessen 2018

 

Ganz besonders herzlich gratulieren wir unserer ehemaligen Schülerin Jule Theatner zum Landessieg für die beste fächerübergreifende Arbeit mit Sonderpreis Forschungspraktikum und Qualifikation zum Bundeswettbewerb erstellt im Schülerforschungszentrum Nordhessen zum Thema:

 

"Verfahrensentwicklung zur thermographischen Brustkrebsdiagnostik"

 


Die üblichen Methoden der Brustkrebsdiagnose sind mit einer hohen Strahlenbelastung verbunden. Jule begründet ein Verfahren zur Früherkennung von Brustkrebs mittels Wärmebildaufnahmen durch den Energiestoffwechsel von Krebszellen und testet es in einer großangelegten klinischen Studie im Vergleich zu klassischen Verfahren der Brustkrebsdiagnostik.

 

 

Hier geht es zum Bericht des Schülerforschungszentrum Nordhessen (Bitte klicken)

 
Am 26. April war es wieder soweit. Zwei Schülerinnen von der Reformschule Kassel besuchten die Werkstätten der Kunsthochschule Kassel.
 
Abb.1: zeigt Marla und Veronika (Quelle: Pressestelle Kunsthochschule Kassel, C. Özdemir)
 
Die beiden Schülerinnen konnten an diesem Vormittag etwas mit eigenen Händen anfertigen. Immer unter der Aufsicht engagierter Werkstattleitungen durfte gedreht, geschraubt, gelötet, Metall bearbeitet, mit dem CAD ein 3D-Modell entworfen und eigene Fotos bearbeitet und ausgedruckt werden. Die Materialien, die sie angefertigt hatten, durften sie voller Stolz als kleine Erinnerung mit nach Hause nehmen.
 
 
Besucht haben die Schülerinnen die Studienwerkstätte: Metall (Leitung: Ulrich Scholz), Digitale Entwurfs- & Fertigungsmethoden (Leitung: Dr. Markus Schein), digipool (Leitung: Olaf Val) und Fotografie (Leitung: Wolfgang Budde).
 

 

Der Girls' Day ist ein Aktionstag, welcher jährlich im Frühjahr – meist im April – stattfindet. Dabei haben zehn- bis 15-jährige Schülerinnen die Möglichkeit, in Berufe hineinzuschnuppern, die oft noch ausschließlich von Männern ausgeübt werden. Die Aktion wird gefördert von der Bundesregierung und der EU.

 

 © Pressestelle Kunsthochschule Kassel, C. Özdemir

 

- Binnendifferenzierung -

 

Im Rahmen des Auftrags des Hessischen Kultusministerium für die Versuchsschulen, die Binnendifferenzierung weiterzuentwickeln, und als Schwerpunkt des Schulprogramms der Reformschule fand am 19. und 20. April 2018 das Kompaktseminar des Kollegiums zu diesem Thema statt. Zuvor hatten im Februar beim diesjährigen Fachtag zur Binnendifferenzierung in Frankfurt Kolleg*innen der Reformschule wiederholt Workshops zum Thema Binnendifferenzierung durchgeführt.

 

In einem zweiten Schritt wurden nun zum Kompaktseminar zwei externe Berater eingeladen, um das Kollegium und die eingeladenen Eltern, Schüler*innen und Vertreter* innen der zwei Tandemschulen der Reformschule (Carl-von-Weinberg-Schule und IGS Süd in Frankfurt) weiter zu entwickeln. Simon Ettekoven und Johan Keijzer, die beiden Externen, waren beide über viele Jahre Lehrer und Schulleiter an holländischen Schulen und arbeiten jetzt unter anderem als Berater bzw. Coaches für Lehrer*innen in Holland und Deutschland.

Simon Ettekoven ist zudem Autor der Bücher “Effektiv lernen” / “Kooperatives Lernen” und „Aktiv Lernen“, drei Bücher, die in Holland eine wichtige Rolle in der Lehrerausbildung spielen. Sie wurden inzwischen auch ins Deutsche übersetzt und gewinnen hier zunehmend an Bedeutung.

 

 Abb.1: zeigt Simon Ettekoven im Workshop

 

Am Donnerstagnachmittag begann das Kompaktseminar in der Cafeteria der Reformschule. Neben dem Kennenlernen stand die ausgiebige Auseinandersetzung mit der Definition von Binnendifferenzierung im Mittelpunkt, um ein  gemeinsames  Verständnis für das gesamte Kollegium der Reformschule und ihren Unterricht zu finden. Ettekoven, bekannt für seine kooperativen Lernformen, ermöglichte allen Kolleg*innen mit Hilfe von kollektiven Arbeitsformen viel Raum für das Erarbeiten der gemeinsamen Haltung zur Binnendifferzierung. Ziel war, dass sich alle mit dieser vertieften Begriffsklärung identifizieren und somit auch zukünftig damit weiterarbeiten können. Weiterhin unterstützte Ettekoven diesen gemeinschaftlichen Prozess mit Inputphasen durch Expertisen aus Fachliteratur und eigenen Erfahrungen. Als Ergebnisse dieses intensiven Austausches wurden u.a. Schlagwörter wie „Akzeptanz von Heterogenität“, „verschiedene Aufgabenstellungen“, „wahrnehmen, wertschätzen des Individuums in der Gruppe“ und „voneinander – miteinander lernen“  herausgearbeitet. Abschließend wählten sich die Teilnehmer in 2 von 4 verschiedenen Workshops zum Thema Binnendifferenzierung für den nächsten Tag ein:

  1. Kleine Schritte - große Wirkung (Vormittag), Johan Keijzer
  2. Differenzieren - Denkfragen und Unterrichtsgespräch (Vormittag), Simon Ettekoven
  3. Binnendifferenzierung - Wahlmöglichkeiten geben (Nachmittag), Simon Ettekoven
  4. Differenziertes Lernen begleiten (Nachmittag), Johan Keijzer

Der Tag war geprägt durch die verschiedenen Workshops, die in den Unterrichtsräumen der Reformschule stattfanden. Auf der Basis der am Vortag erarbeiteten Begriffsklärung führten die beiden Referenten ihre Seminare ebenfalls mit Hilfe von binnendifferenzierenden Methoden durch - ganz im Zeichen des Themas. Neben der weiteren theoretischen Auseinandersetzung standen sowohl in den Vor- als auch Nachmittagsveranstaltungen praxisorientierte Übungen im Mittelpunkt. Jeder hatte die Möglichkeit, sich einzubringen und auszuprobieren. In der abschließenden Feedbackrunde wurde deutlich, dass das Kollegium die 1 ½ Tage als sehr bereichernd empfunden hat.

 

Abb.2: zeigt Gruppenarbeit im Workshop

 

Zum Abschluss gab Ettekoven noch einen Ausblick. Mitte Mai wird das Team Ettekoven / Keijzer wieder zu Gast in der Reformschule sein und im Rahmen einer  Hospitationswoche das Kollegium mit individueller Beratung vor und nach dem Unterricht zur Seite stehen. Hier soll dann das Erlernte angewandt und professionalisiert werden. „Das ist schon etwas ganz Besonderes“, sagt die Schulleiterin Elke Hilliger. „Wir freuen uns auf diese pädagogische Fachexpertise, denn nur selten gibt es für Lehrer*innen auch nach ihrer Ausbildung die Möglichkeit, externe und vor allem individuelle Beratung zu erhalten.“ Für die Reformschule und ihr eigenes Konzept stellen diese Hospitationen eine besondere Chance für die Fortentwicklung des Schulprogramms dar. Unter Berücksichtigung der besonderen Anforderungen an der Reformschule wie jahrgangs- sowie fächerübergreifenden Unterricht und einer speziellen Feedbackkultur spielen binnendifferenzierende Methoden eine immer wichtigere Rolle.

Finanziert werden die Maßnahmen (sowohl das Kompaktseminar als auch die Hospitationen) durch Mittel aus dem Versuchsschulbudget im Rahmen des Versuchsschulauftrages durch das Hessische Kultusministerium.

Bericht: Cramer / Fichtner-Gade

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