Wir gratulieren Anouk Strache (Jahrgang 8) zum 2. Platz beim Wettbewerb ,,Der beste Praktikumsbericht“. 

 

 

 

Vom Veranstalter SCHULEWIRTSCHAFT Nordhessen wurde Anouks Praktikumsbericht zum zweitbesten im Bereich IGS gewählt. Anouk absolvierte ihr Praktikum bei Garten Sprenger im Habichtswald.  Die Preisverleihung fand am 22.06.2017 bei der Firma SMA in Kassel statt. Neben den eigentlichen Preisen erhielten die GewinnerInnen zusätzlich eine Führung durch das SMA-Werk.

Tasja Wiesbaum

 

Nach 4 Jahren gewannen die Pinguine erneut den Fussballpokal der Stufe II.

 

 

 

In Gruppe A erreichten die Pelikane als Titelverteidiger vom Vorjahr das Endspiel nach einem 0:0 Unentschieden gegen die Kolibris und einem 1:0 Sieg gegen die Adler.

In Gruppe B begannen die Kraniche zunächst sehr stark mit einem souveränen 2:0 Sieg gegen die Möwen. Danach verloren die Kraniche gegen die Pinguine mit 0:1, die wiederum im letzten Vorrundenspiel 0:0 gegen die Möwen spielten und so ungeschlagen in das Endspiel einzogen.

 

Im Finale gegen die Pelikane schoss das Pinguine-Team früh das 1:0 und verteidigte diese Führung erfolgreich bis zum Schlusspfiff. Somit blieben die Pinguine ungeschlagen und wurden verdient Pokalsieger des Turniers.

 

Mit einer souveränen Leistung hat Fabian Krug alle Spiele des Turniers als Schiedsrichter gepfiffen.

 

 

Ein ganz besonderer Dank geht an Herrn Dietrich Wagner, Vater der Zwillingsbrüder Luc und Gideon, der allen sechs Teams jeweils zehn Trikots mit Aufdruck des Gruppennamens gespendet hat. So wird die Vorfreude auf die kommenden Turniere noch ein Stück größer.

Am Mittag des 24.03.17 war es endlich so weit und 20 Schüler und Schülerinnen des Jahrgangs 9 der Reformschule Kassel brachen zum Schüleraustausch nach Malta auf. Am späten Abend landeten wir auf dem maltesischen Flughafen, wo uns die Malteser schon herzlich begrüßten. Nach dieser langen Reise und einem kleinen Snack im Hotel kamen wir gegen 01:00 Uhr dann endlich ins Bett.

Am nächsten Tag besuchten wir die Nachbarinsel Gozo und sahen uns dort die Überreste des „Azure Windows“ an, das leider zwei Wochen, bevor wir kamen, eingestürzt war.

Der nächste Tag war für uns besonders aufregend, da wir die Chance hatten, den Alltag einer maltesischen Familie kennenzulernen und einen Tag mit ihnen zu verbringen. Dazu wurde jeweils ein Deutscher einem maltesischen Schüler zugeordnet, der dann auch der feste Austauschpartner war. Ansonsten waren unsere Tage auf Malta sehr gut durchgeplant und wir haben gefühlt fast jede Ecke der Insel gesehen. Wir besuchten den Präsidenten-Palast, ein kleines Künstlerdorf (Crafts Village), wo das Glas noch mundgeblasen wird, die alte Hauptstadt Mdina und die Touristenstadt Sliema. Besonders beeindruckt hat uns die Hauptstadt Valetta, in der wir die St. John's Co-Cathedral besuchten und einen 5D-Film über die Insel schauten. An einem Tag sind wir mit den Maltesern in die Schule gegangen und durften sogar mit in den Unterricht gehen, was letztes Jahr noch nicht möglich war.

Uns ist aufgefallen, dass die Regeln in der Schule einerseits sehr streng waren – mit allgegenwärtigen Schuluniform und Überwachungskameras - andererseits aber war die Schule viel besser ausgestattet als unsere und die Schüler mussten sich nicht melden, sondern riefen einfach dazwischen. Auf jeden Fall war es eine schöne Erfahrung, mal ein anderes Schulsystem kennenzulernen. Abends fanden sogenannte „ice breaking activities“ statt, damit sich Malteser und Deutsche besser kennenlernen, doch die Tage waren meistens so anstrengend, dass wir abends schon fast zu müde waren.

 

 Uns persönlich hat besonders die Herzlichkeit und Offenheit der Menschen sehr gut gefallen und die maltesische Spezialität „Pastizzi“, das sind Blätterteigtaschen, die entweder mit Erbsen oder mit Käse gefüllt sind, waren sehr lecker. Am Ende gab es eine Abschlussparty mit den Eltern der Malteser und der Abschied fiel uns wirklich sehr schwer… Glücklicherweise sehen wir sie am 1. Mai wieder, wenn sie uns hier in Deutschland besuchen!

Tabea und Eva

 

Reformschüler begeisterten mit dem Shakespeare-Stück „Viel Lärm um nichts“

 von Bettina Wienecke

KASSEL. Einen zauberhaften Abend verbrachte das Publikum in der voll besetzten Turnhalle der Reformschule bei der Premiere des Shakespeare-Stücks „Viel Lärm um nichts“ in sprachlich geglätteter und gekürzter Version.

Nicht enden wollte der Applaus für die charmante Aufführung der Theater-AG von Peter Will mit dem Schulorchester, das Regina Engelhardt und Arne Siebling leiten.

Zur Handlung: Graf Claudio (Aglaya Demekhina) hat sich in Hero (Felicia Warnecke) verliebt, ist jedoch zu schüchtern, um sie anzusprechen. Don Pedro, der Prinz von Aragon (Marie Haller) ist ihm behilflich. Dessen Halbbruder Don Juan (Jule Basar) missgönnt dem Paar das Glück und schmiedet Intrigen. Die Hochzeit platzt zunächst, findet aber später statt.

Eine gute Absicht steckt hingegen hinter der zweiten Machenschaft. Der Edelmann Benedikt (Florentine Wiesmann) und die kesse Beatrice (Emma Inderfurth), die sich ständig aufziehen und nicht zugeben wollen, dass sie sich mögen, werden erfolgreich verkuppelt.

Erstmals arbeitete die Theater-AG mit dem Orchester zusammen. Passend zur Handlung wurden moderne Stücke von der Empore aus eingeflochten, zur Intrige gab es beispielsweise „Bad“ von Michael Jackson. Zum Auftritt der Wachen und Gerichtsdiener, die durch ihre famos vorgetragenen Wortspiele für Erheiterung sorgten gab es den „Baby Elephant Walk“.

Die Schüler der Klassen 6 bis 10 fühlten sich in ihre Frauen- und Männerrollen gut ein und brillierten durch Textsicherheit und schöne Gesangsstücke. Die Bühne wurde mit großen Übertöpfen in Terracotta-Optik immer wieder neu belebt. Wolfgang Gortzewitz choreografierte die Tanzszenen.

 HNA-Artikel vom 12. Juni 2017

 

Die Mitwirkenden

Don Pedro, Prinz von Aragon Marie Haller
Don Juan, Pedros Halbbruder  Jule Basar
Claudio, ein florentinischer Graf Aglaya Demekhina
Benedikt, ein Edelmann aus Padua Florentine Wiesmann
Leonato, Gouverneur von Messina Lena Lange
Barbara, seine Frau 

Ines Hambrock

Antonio, Leonatos Bruder Lara Lange
Balthasar, Don Pedros Diener Nadja-Sophie Pressler
Bote Silva Klages
Borachio, Don Juans Begleiter Annika Voß
Conrad, Don Juans Begleiter Chiara Füchsel
Hero, Leonatos Tochter  Felicia Warnecke 
Beatrice, Leonatos Nichte  Emma Inderfurth 
Margarethe, Heros Kammerfrau  Maris Willmann 
Ursula, Heros Kammerfrau  Enya Birkenwald 
Holzapfel und Schlehwein  Amelie Peitz und Franziska Floren 
Wachen 1, 2 & 3  Franziska Baier, Joelle Freres, Josepha Strube 
Pater  Paul Hülsmann
   

Orchester der Reformschule:

Lena Landwehr, Helena Adzic, Seyda Kocabey, Silva Klages, Hannah Kahl, Lena Licht, Elisabeth Manz, Anton Ittner, Rosa Erb, Rahel Stöver, Amelie Peitz, Adá Kazak, Mayya Demekhina, Klara Kaschlik, Emil Fahlbusch, Paula Mogck, Max Nabokov, Toska Persch, Annika Siebling  

Orchesterleitung Regina Engelhardt und Arne Siebling
Licht- und Musiktechnik  Erik von Pein, Henri Gießler, Marius Keil
Helfer hinter der Bühne Rita Engelns, Luisa Rumpel
Kulisse Katharina und Rahel grote Lambers
Plakat  Sebastian Höcker
Choreographie  Wolfgang Gortzewitz
Regie Peter Will

 

Das Stück

Messina, Ende des 13. Jahrhunderts. Nach einem siegreich geführten Krieg sind Prinz Don Pedro und dessen Männer zu Gast auf dem Landgut von Leonato, einem sizilianischen Gutsbesitzer. Bei der Begrüßung sehen Graf Claudio und Leonatos Tochter Hero sich wieder und verlieben sich. Bald wollen sie Hochzeit feiern und es scheint undenkbar, dass irgendetwas ihr Glück stören könnte, wäre da nicht Don Juan, der ein erstes Mal versucht, Eifersucht und Zwietracht zu säen, indem er falsche Gerüchte streut.

Claudios Freund Benedikt liebt Beatrice und umgekehrt, aber es scheint ausgeschlossen, dass die beiden irgendetwas zusammen bringen könnte - da sie sich eher die Zunge abbeißen würden, als dies zuzugeben. Treffen die beiden aufeinander, dann führen sie erbitterte Verbalgefechte auf. Da funkt erneut der niederträchtige und verbitterte Bruder des siegreichen Don Pedro, Don Juan, dazwischen, indem er mit seiner maliziösen Intrige die Hochzeit zwischen Hero und Claudio auffliegen lässt. Beatrice ist entsetzt und fordert Benedikt dazu auf, ihr seine Liebe zu beweisen – indem er seinen Freund Claudio tötet.

 

Unter den Komödien Shakespeares hat Viel Lärm um nichts insofern eine Sonderstellung, als erstmals das Motiv der Verstrickung in Schuld und einer Erlösung durch Vergebung thematisiert wird, das bei den späten Stücken, den sogenannten Problem Plays Shakespeares, zum Hauptinhalt wird.

 

Eine Premiere bei der Inszenierung des Stücks ist Zusammenarbeit der Theater-AG unter Leitung von Peter Will mit dem Orchester der Reformschule, das von Regina Engelhardt und Arne Siebling geleitet wird. Die Handlung des Stücks wird vom Orchester in vielfältiger Weise ironisch kommentiert und gebrochen durch Anspielungen aus der neueren Musikgeschichte angefangen von Filmmusiken z.B. von Star Wars bis hin zu Zitaten aus Popstücken z.B. von Michael Jackson, Queen und Bruno Mars. Eine Choregraphie zu einem Gesellschaftstanz entwickelte Wolfgang Gortzewitz. Das mediterrane Bühnenbild wurde von Katharina und Rahel grote Lambers entwickelt und erstellt.

 

 ODER

Konfliktbearbeitung mal anders

 

SchülerInnen lernen von LehrernInnen unglaublich viel – nun lernen LehrerInnen auch von ihren Kollegen, Konflikte fair und konstruktiv zu lösen und damit das Schulklima weiter zu verbessern. Denn das Fortbildungsprojekt der Reformschule Kassel ist noch weitaus tief greifender: Der Schwerpunkt liegt auf Konfliktmanagement und Konfliktprävention.

 

Das schulinterne Projekt der Reformschule Kassel war mit einer hochqualitativen Ausbildung verbunden, welche Frau Wolff und Frau Schalles im vorhinein beim Verein "Respekt e.V." absolviert hatten. Ziel der beiden Experten ist es, flächendeckende Qualitätsstandards für Konfliktmanagement-Strukturen einzuführen und nachhaltige Veränderungen durch die Verankerung dieser im Schulbetrieb anzustoßen. Deshalb möchten die Beiden in mehreren internen Fortbildungsveranstaltungen ihre KollegInnen und sich weiterbilden.

 

 

Besonderen Wert legen die beiden Reformpädagoginnen nämlich auf die Vorkenntnisse ihrer Kollegen und davon gibt es, im Alltag einer Lehrkraft, bekanntlich reichlich. Konflikte sind im schulischen Zusammenleben unvermeidbar und notwendig. Sie bringen zum Ausdruck, dass Auseinandersetzung und Kommunikation miteinander stattfinden. Ausgehend von diesem positiven Konfliktverständnis, betrachtet die Reformschule Konflikte auch im schulischen Umfeld nicht grundsätzlich als störend, bedrohlich und destruktiv. Entscheidend ist, wie Konflikte interpretiert werden und welche Lernmöglichkeiten aus ihnen geschöpft werden. Konflikte, die nicht oder unzureichend bearbeitet werden,  beeinträchtigen das Unterrichten in der Gruppe und das Zusammenleben in der Schule. Konstruktive Konfliktbearbeitung leistet einen Beitrag zur Gewaltprävention und kann auf verschiedenen Ebenen stattfinden.

 

Am Mittwoch, dem 01.03.2017, fand die erste Veranstaltung mit KollegInnen der jahrgangsübergreifenden Stufe III statt. Nach einer kurzen theoretischen Einführung setzten sich die Teilnehmer besonders mit 2 Methoden aktiv auseinander.

 

Zuerst erprobten die Teilnehmer ihre Kommunikationsfähigkeiten unter erschwerten Bedingungen: "Bauklötze staunen" lautete das Motto - 2 Teilnehmer saßen Rücken an Rücken. Nun hatte eine Person die Aufgabe mit verschiedenen Bauklötzen einen beliebigen Turm zu bauen und seine Vorgehensweise gleichzeitig zu erklären. Der Partner versuchte gleichzeitig den selben Turm, ohne Sichtkontakt, nachzubauen. Dieser durfte lediglich mit einem neutralen "Fertig / OK" die einzelnen Schritte verbal bestätigen, aber keine Nachfragen stellen. Eine dritte Person agierte währenddessen als stiller Beobachter. Die teilweise zwar kunstvollen, aber doch oft sehr unterschiedlich aussehenden Architekturen überraschten auch die erfahrenen Pädagogen. Nicht zuletzt erlangten alle Teilnehmer in einem anschließenden Reflexionsgespräch Aufschluss über die Tücken von Sprache und Kommunikation.

 

In einer zweiten praktischen Einheit erprobten die Lehrkräfte die Methode "Forumtheater". Dabei handelt es sich um eine kreative Spielform, die Schauspieler und Zuschauer gleichermaßen einbezieht u.a. Probleme zu erkennen, Lösungsmöglichkeiten zu finden und Konflikte zu bewältigen. Jede Szenerie wird gemeinsam mit dem Publikum (Schüler und Schülerinnen) aus aktuellen Konflikten und Problemsituationen entwickelt. Dabei stellen die Schauspieler die Welt so da, wie sie ist. Zuschauer werden zu Mitwirkenden einer  Handlung, die sie selbst betrifft. Sie dürfen und sollen die Szenerie verändern, wie sie sein könnte. Den Mitwirkenden soll klar werden, dass es an ihnen liegt, die Wirklichkeit zu verändern.

 

Die Reformpädagogen lernten somit im Rahmen einer sehr kreativen Atomsphäre einen veränderten Umgang mit Konflikten und erwarben damit Handlungskompetenzen, die einen wertschätzenden und respektvollen Umgang auch in konflikthaften Situationen ermöglichen. Zukünftig können damit soziale Prozesse in der Schule qualifiziert begleitet werden.

 

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Ziel für die TeilnehmerInnen war es, einen persönlichen Kompetenzgewinn in ihrer Arbeit mit Konfliktsituationen mit SchülerInnen an der Reformschule zu reflektieren und zu vertiefen. Durch die unmittelbaren Praxiserprobungen, konnten sich die PädagogInnen sehr intensiv und damit nachhaltig mit dem Erlernten auseinandersetzen. Der Gewinn der Schule liegt darin, auf erfahrene und für die Konfliktarbeit ausgebildete Tandems zurückgreifen zu können.

Bericht: Ricky Cramer

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