Am Mittag des 24.03.17 war es endlich so weit und 20 Schüler und Schülerinnen des Jahrgangs 9 der Reformschule Kassel brachen zum Schüleraustausch nach Malta auf. Am späten Abend landeten wir auf dem maltesischen Flughafen, wo uns die Malteser schon herzlich begrüßten. Nach dieser langen Reise und einem kleinen Snack im Hotel kamen wir gegen 01:00 Uhr dann endlich ins Bett.

Am nächsten Tag besuchten wir die Nachbarinsel Gozo und sahen uns dort die Überreste des „Azure Windows“ an, das leider zwei Wochen, bevor wir kamen, eingestürzt war.

Der nächste Tag war für uns besonders aufregend, da wir die Chance hatten, den Alltag einer maltesischen Familie kennenzulernen und einen Tag mit ihnen zu verbringen. Dazu wurde jeweils ein Deutscher einem maltesischen Schüler zugeordnet, der dann auch der feste Austauschpartner war. Ansonsten waren unsere Tage auf Malta sehr gut durchgeplant und wir haben gefühlt fast jede Ecke der Insel gesehen. Wir besuchten den Präsidenten-Palast, ein kleines Künstlerdorf (Crafts Village), wo das Glas noch mundgeblasen wird, die alte Hauptstadt Mdina und die Touristenstadt Sliema. Besonders beeindruckt hat uns die Hauptstadt Valetta, in der wir die St. John's Co-Cathedral besuchten und einen 5D-Film über die Insel schauten. An einem Tag sind wir mit den Maltesern in die Schule gegangen und durften sogar mit in den Unterricht gehen, was letztes Jahr noch nicht möglich war.

Uns ist aufgefallen, dass die Regeln in der Schule einerseits sehr streng waren – mit allgegenwärtigen Schuluniform und Überwachungskameras - andererseits aber war die Schule viel besser ausgestattet als unsere und die Schüler mussten sich nicht melden, sondern riefen einfach dazwischen. Auf jeden Fall war es eine schöne Erfahrung, mal ein anderes Schulsystem kennenzulernen. Abends fanden sogenannte „ice breaking activities“ statt, damit sich Malteser und Deutsche besser kennenlernen, doch die Tage waren meistens so anstrengend, dass wir abends schon fast zu müde waren.

 

 Uns persönlich hat besonders die Herzlichkeit und Offenheit der Menschen sehr gut gefallen und die maltesische Spezialität „Pastizzi“, das sind Blätterteigtaschen, die entweder mit Erbsen oder mit Käse gefüllt sind, waren sehr lecker. Am Ende gab es eine Abschlussparty mit den Eltern der Malteser und der Abschied fiel uns wirklich sehr schwer… Glücklicherweise sehen wir sie am 1. Mai wieder, wenn sie uns hier in Deutschland besuchen!

Tabea und Eva